Die '12 Cornerstone Values' - Werte-Eckpfeiler

Es sind 12 grundsätzliche Werte, die Send a Cow ihrer Arbeit in allen Ländern zugrunde legt:

Die Anfangsbuchstaben der Werte bilden das Wort ‘Passing Gifts’.

Hier eine kleine Broschüre über die Werte-Eckpfeiler zum Doanload ...

'Spirituality'  -  Spiritualität

  • Verantwortung für Umwelt, Ressourcen, Mitmenschen sowie
  • Ermutigung zu und Stärkung in Liebe, Vertrauen, Ehrbarkeit und anderen Tugenden

Send a Cow ist kein Missionswerk, es ist ein Hilfswerk. So arbeitet es ohne Ansehen der Person - Religion, Glaube, Weltanschauung, 'Rassen' - mit allen Menschen zusammen, die sich den vorgestellten Werten 12 Werte anschließen können.

Viel mehr noch, auch bei denen, die der Hilfe bedürfen, wird nicht nach Religion und Glaube unterschieden. Jeder, der der Hilfe bedarf und bereit ist, auch selbst tatkräftig an der Veränderung seiner Lebenssituation zu arbeiten, ist dabei.

Aber Spiritualität ist für Send a Cow nicht unbedeutend oder zu vernachlässigen: Es waren und sind überzeugte Christen, die aus Dankbarkeit und Liebe zu Gott, dem Vater, seinem Sohn Jesus Christus und im Vertrauen auf die Leitung durch den Heiligen Geist die Arbeit von Send a Cow vor jetzt fast 30 Jahren starteten.

Beispiele für die weltanschauliche Neutralität:

In Äthiopien hat ein Mitarbeiter des Staates seine sichere Position verlassen und ist zu Send a Cow gewechselt. Nach dem Grund gefragt: "Wenn die Behörde keinen Erfolg hat, verdoppelt sie ihre Anstrengungen und hinterfragt nicht ihre Methoden. Sie ist 'action-oriented'. Send a Cow dagegen orientiert sich nur an Ergebnissen. Führt etwas nicht zum gewünschten Erfolg, werden Mittel und Methoden angepasst. Send a Cow ist 'result-oriented'.

In Selbsthilfegruppen sind Mitglieder unterschiedlicher Weltanschauungen, Religionen und 'Rassen' gemeinsam und mit Respekt vertreten. Z. B. in Ruanda Christen unterschiedlicher Konfessionen, Muslime, 'Hutus' und 'Tutsis'.
Auf den Bildern unten ist eine Moschee und ein christliches Community Center zu sehen, das eine Grundschule und eine Bibliothek enthält (gestiftet von einem Kanadier).

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'Training and Education'  -  Ausbildung und Fortbildung

  • Die Gruppe entscheidet selbst über ihren Bedarf an Aus- und Fortbildung.
  • Alle Ausbilder kommen aus der Region selbst.
  • Die Aus-/Fortbildung besteht aus formalen und informellen Einheiten:
    • Farmbesuchen;
    • Vorführungen,
    • Modellfarmen
    • 'Peer-Farmer' (erfahrene Gruppenmitglieder)
  • Die Aus- und Fortbildung ist in erster Linie praktisch, nicht akademisch.
  • Neben der Aus-/Fortbildung in Landwirtschaft und Umweltschutz wünschen sich viele Gruppen auch Fortbildung in:
    • Ernährung allgemein
    • Lebensmittelverarbeitung (z. B. in Äthiopien ‘Mehl’ aus Taro),
      Hygiene; z. B. einem 'Tip-Tap' (eine sehr Wasser-sparende Methode zu Reinigung der Hände),
      Ausbildung als 'Paravet' (Hilfsveterinär),
    • ...

 

Eigentlich ist das ganze Hilfskonzept von Send a Cow in erster Linie Schulung in ganzheitlicher, ökologischer und nachhaltiger Landwirtschaft.

Clarissa, die hier schon an anderer Stelle vorgestellt wurde, ist eine solche Peerfarmerin. Und sie stellt ihren Hof zur Verfügung für Schulungen anderer Kleinstbauern.

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'Full Participation'  -  Mitwirkung und Mitverantwortung

  • SAC bildet Selbsthilfegruppen und arbeitet mit Kommunen und örtlich vorhandenen Gruppen und Organisationen zusammen.
  • Eine gut funktionierende Gruppe braucht eine starke Führung, ist gut organisiert und darauf ausgerichtet, alle Mitglieder der Gruppe in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
  • Den Mitglieder einer Gruppe ‘gehört’ die Gruppe und die Gruppe selbst hat die ‘Hoheit’ über alle wesentlichen Entscheidungen.

Ein Beispiel für Mitverantwortung und Eigeninitiative:

Die Mehrheit der Mitglieder von zwei Selbsthilfegruppen in benachbarten Kommunen haben bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens in Eigeninitiative und unter Begleitung von Send a Cow die Jyambere Mayaga Cooperative (Ruanda) gegründet. Ziel und Zweck: Bessere Vermarktung von bereits über den Eigenbedarf hinaus produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Ausbildung von 'Paravets' (Hilfs-Veterinären) etc.

Dazu haben sie Geld unter ihren Mitgliedern gesammelt und gespart, ein Haus gebaut und die ersten 4 Milchkannen zum Transport gekauft; inzwischen (Sommer 2017) sind es über 100 Milchkannen. Die Produktion von Milch zum Verkauf stieg von 300L p.m. zu Beginn auf 43.000L !

55 junge Männer sind angestellt zum Transport der Milchkannen auf dem Fahrrad!

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